Aave-Governance in Aufruhr: ACI und BGD Labs steigen nach "Aave Will Win"-Streit aus

Die Aave Chan Initiative (ACI), das zentrale Governance-Team des Aave-Protokolls, gab am 3. März bekannt, den Betrieb einzustellen und AAVE zu verlassen, nachdem BGD Labs am 20. Februar seinen Rückzug von der Wartung der Aave-V3-Codebasis angekündigt hatte, und der AAVE-Token-Preis fiel nach der jüngsten Ankündigung um mehr als 11%, berichtet BitpushNews. Die Abgänge erfolgen inmitten der Kontroverse um den "Aave Will Win"-Vorschlag von Aave Labs, der rund 51 Millionen US-Dollar für die V4-Entwicklung bündelt, die Übertragung aller künftigen Einnahmen aus Aave-Markenprodukten an die DAO sowie den Plan, V4 zur alleinigen technischen Grundlage zu machen und V3 auslaufen zu lassen, sowie um mutmaßliche Selbststimmabgaben durch mit Aave Labs verbundene Adressen bei einer Zwischenabstimmung, die mit 52,58% Unterstützung angenommen wurde. ACI argumentiert, dass diese Struktur und intransparente Abstimmung unabhängige Dienstleister untergraben, obwohl die Initiative auf Bedingungen wie strengere Onchain-Meilenstein-Verfolgung und Beschränkungen der Selbststimmabgabe von Budgetempfängern gedrängt hatte, und BitpushNews stellt fest, dass der Konflikt umfassendere DAO-Governance-Herausforderungen offenlegt, darunter konzentrierte Stimmrechtsmacht und die Schwierigkeit, Teams zu ersetzen, die jahrelang das Protokollwachstum vorangetrieben haben, wie etwa ACIs Arbeit zur Ausweitung des GHO-Stablecoins von 35 Millionen auf 527 Millionen US-Dollar. Kulechov hat auf mögliche "strukturelle Verbesserungen" wie die Entbündelung von Vorschlägen und Klarstellung von Abstimmungsgrenzen in der ARFC-Phase der "Aave Will Win"-Überarbeitung verwiesen, doch BitpushNews berichtet, dass bei einem Scheitern des Konsenses ein extremes Ergebnis darin bestehen könnte, dass BGD und ACI ein neues Protokoll abspalten und Aave sowohl mit einer unmittelbaren Lücke bei den Kernentwicklern als auch mit längerfristigen Fragen zur Balance zwischen Gründervision, Entwicklerinteressen und Community-Governance konfrontiert wird.