Arkham macht Onchain-Wallets von Morgan Stanleys Bitcoin-ETF sichtbar – Tracking nahezu in Echtzeit
Arkham hat nach eigenen Angaben die Onchain-Wallets von Morgan Stanleys Bitcoin-ETF identifiziert. Damit lassen sich Zu- und Abflüsse von Bitcoin, die dem Fonds zugeordnet werden, nahezu in Echtzeit beobachten. Der Schritt verbindet klassische ETF-Infrastruktur mit der Transparenz öffentlicher Blockchains, auch wenn die Abwicklung weiterhin den üblichen Marktstandards folgt.
Der Spot-Bitcoin-ETF Morgan Stanley Bitcoin Trust startete am 8. April an der NYSE Arca unter dem Ticker MSBT. Am ersten Handelstag lag das Volumen bei rund 34 Mio. US-Dollar. Nach fünf Handelstagen belief sich das Nettofondsvermögen auf etwa 87 Mio. US-Dollar. Die Gesamtkostenquote beträgt 0,14% und liegt damit unter mehreren Wettbewerbern; BlackRocks IBIT verlangt 0,25%. Der Markt bleibt stark umkämpft, mit BlackRock als Branchenprimus, dessen Bitcoin-ETF laut Angaben rund 57 Mrd. US-Dollar an verwaltetem Vermögen erreicht.
Arkham erklärte, die zugehörigen Blockchain-Adressen mithilfe interner Analysewerkzeuge ermittelt und mit hoher Genauigkeit verifiziert zu haben. Nutzer könnten dadurch ETF-bezogene Bitcoin-Bewegungen direkt Onchain nachverfolgen. Arkham bezeichnete dies als die erste öffentliche Zuordnung von Morgan Stanleys Krypto-Beständen und verwies darauf, dass die Plattform diese Tracking-Tiefe exklusiv anbiete.
Die Onchain-Daten bilden das ETF-Geschehen dennoch nicht ohne Verzögerung ab: Die Abwicklung erfolgt auf T+1-Basis. Entsprechende Transfers tauchen daher erst nach den offiziellen Meldungen zu ETF-Flows auf. Arkham betonte, die Daten spiegelten trotz der zeitlichen Verschiebung die zugrunde liegende Fondsaktivität.
Zur Struktur des Produkts: Der Morgan Stanley Bitcoin Trust bildet den Bitcoin-Preis über direkte Hinterlegung von Vermögenswerten ab. Die Anteile verbriefen ein Engagement in Bitcoin, die bei Verwahrstellen gehalten werden. Laut Produktunterlagen fungieren Coinbase und BNY Mellon als Custodians. Bei Anteilskäufen laufen Mittel zunächst über Authorized Participants, werden anschließend in Bitcoin umgewandelt und danach durch die Verwahrer gesichert verwahrt. Damit trifft klassische ETF-Mechanik auf Blockchain-basierte Settlement-Transparenz.