Bitcoin springt über 79.000 US-Dollar – Short-Liquidationen von rund 200 Mio. US-Dollar
Bitcoin hat seine jüngste Aufwärtsbewegung fortgesetzt und ist innerhalb der vergangenen 24 Stunden um knapp 5% auf bis zu 79.300 US-Dollar gestiegen. Damit kletterte die Kryptowährung erstmals seit den ersten Februartagen wieder über die Marke von 79.000 US-Dollar, nachdem ein Erholungsversuch in der Vorwoche nahe 78.000 US-Dollar noch ins Stocken geraten war.
Die kräftige Bewegung setzte den Derivatemarkt unter Druck. Daten von CoinGlass zeigen, dass es im Zuge der Volatilität zu umfangreichen Zwangsschließungen kam. Als Liquidation gilt die automatische Schließung gehebelter Positionen, sobald Verluste eine bestimmte Schwelle überschreiten.
Im Bitcoin-Markt wurden demnach in den letzten 24 Stunden Positionen im Umfang von mehr als 222 Mio. US-Dollar liquidiert. Rund 205 Mio. US-Dollar entfielen dabei auf Short-Positionen, also auf Wetten auf fallende Kurse. Auch bei Ethereum, dem zweitstärksten Treiber der Liquidationen, dominierten Shorts: Von insgesamt 115 Mio. US-Dollar entfielen 99 Mio. US-Dollar auf Short-Liquidationen.
Über alle digitalen Assets hinweg summierten sich die Liquidationen binnen 24 Stunden auf knapp 449 Mio. US-Dollar. Davon entfielen 365 Mio. US-Dollar und damit mehr als 80% auf Short-Positionen.
Solche Ereignisse werden als "Squeeze" bezeichnet. Da vor allem Shorts betroffen waren, handelt es sich um einen "Short Squeeze": Ein schneller Preissprung löst erste Liquidationen aus, die den Aufwärtsdruck zusätzlich verstärken und weitere Zwangsschließungen nach sich ziehen. In einem Markt mit hoher Volatilität und weit verbreitetem Leverage sind solche Kettenreaktionen im Kryptosektor keine Seltenheit.