Bloomberg: Neun Whale-Wallets prägen Polymarkets Streitbeilegungen im Milliardenumfang
PANews, 26. Mai: Wie Bloomberg berichtet, wird die Entscheidung über strittige Kontrakte auf Polymarket von einer kleinen Gruppe von UMA-Token-Haltern dominiert. Bloomberg-Daten zeigen: Von mehr als 6.400 Adressen, die in den vergangenen drei Jahren an Abstimmungen zur Streitbeilegung auf Polymarket teilgenommen haben, vereinten lediglich neun große Wallets rund die Hälfte der gesamten UMA-Stimmkraft auf sich. In nahezu allen Streitfällen stimmten sie für das letztlich siegreiche Ergebnis.
Im April 2026 gelangten rund 230 Kontrakte mit einem kumulierten Handelsvolumen von über 1 Mrd. US-Dollar in das Streitbeilegungsverfahren. Das entsprach weniger als 1% aller Polymarket-Kontrakte. Mit wachsendem Handelsvolumen steigt nach den Daten die Häufigkeit von Streitfällen.
Einige Trader kritisieren den Mechanismus, weil er anonymen "Whales" wirtschaftliche Anreize gebe, faktisch über "Fakten" zu entscheiden. Die ursprünglichen Zusagen von Polymarket und Risk Labs, den Prozess zu verbessern, liegen dem Bericht zufolge derzeit auf Eis.