Ethereum überwindet zentrale Hürde: ETF-Zuflüsse nähren Hoffnung auf Erholung

Ethereum sendet laut Analysten eine Kombination aus technischen und On-Chain-Signalen, die den Auftakt zu einer substanziellen Erholung markieren könnte. Erstmals seit Monaten wirkt die Kursstruktur wieder bullischer. Mit dem jüngsten Anstieg hat sich ETH zurück über 2.300 US-Dollar geschoben – ein Niveau, das den Rahmen für die nächste Aufwärtsbewegung setzen könnte. Technische Marke zurückerobert, Ausbruch rückt näher Der Krypto-Analyst Ash Crypto hebt drei Entwicklungen hervor, die zusammen auf eine neue Aufwärtsphase hindeuten. Erstens: Ethereum notiert wieder über dem 100-Tage-Simple-Moving-Average. Diese Linie fungierte seit November 2025 als dynamischer Widerstand und bremste Erholungsversuche wiederholt aus. Der Sprung darüber gilt als Stimmungswechsel im Chart und spricht dafür, dass Käufer auf höheren Zeitebenen wieder mehr Kontrolle gewinnen. Zweitens wurde eine Widerstandszone, die den Kurs im 1. Quartal 2026 mehrfach abgewiesen hatte, in eine Unterstützungszone umgewandelt. In der von Ash Crypto veröffentlichten Grafik stützt eine ansteigende Trendlinie von den Februar-Tiefs den Kurs von unten. Zusammen mit der Support-Zone entstand eine sich verengende Spanne im Stil eines aufsteigenden Dreiecks. ETH hat die obere Begrenzung dieses Musters inzwischen überwunden und prüft nun das horizontale Widerstandsband zwischen 2.300 und 2.370 US-Dollar. Aus Sicht des Analysten reicht es, wenn Ethereum über 2.300 US-Dollar bleibt – dann könne die nächste Aufwärtswelle starten. Zum Zeitpunkt der Erstellung liegt der ETH-Kurs bei 2.316 US-Dollar. Quelle: @AshCrypto auf X. Institutionelle Nachfrage kehrt über ETFs zurück Drittens nimmt die institutionelle Nachfrage über US-Spot-Ethereum-ETFs wieder zu. In der jüngsten Woche verbuchten US-Spot-Ether-ETFs Zuflüsse von 275,83 Mio. US-Dollar – der stärkste Wochenwert seit der Woche bis zum 16. Januar. Zusätzliche Hinweise auf einen Stimmungsumschwung liefert der Derivatemarkt. Über weite Strecken dieses Zyklus lag das Net Taker Volume bei Ethereum im negativen Bereich. Die Kennzahl misst die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufs-Market-Orders an Derivatebörsen; negative Werte bedeuteten anhaltende Dominanz der Verkäufer. Dieses Muster hat sich nun gedreht: Wie CryptoQuant-Analyst Darkfost berichtet, haben die Käufer erstmals in diesem Zyklus die Oberhand gewonnen, zuletzt mit einem Net-Taker-Volume von +102 Mio. US-Dollar. Quelle: @Darkfost_Coc auf X. Derart starke Kaufdominanz war zuletzt im Bärenmarkt 2022 zu beobachten, als ETH um 1.000 US-Dollar gehandelt wurde. Hält dieser Trend an und absorbieren Käufer weiter den Verkaufsdruck, könnte das auf eine frühe Phase einer strukturell stärkeren Erholung bei Ethereum hindeuten. Titelbild: Unsplash, Chart: TradingView