Fannie Mae will Bitcoin-besicherte Hypotheken über Partnerschaft mit Coinbase ermöglichen

Fannie Mae (Federal National Mortgage Association) steht laut einem Bericht kurz davor, erstmals Hypotheken zu akzeptieren, die mit Bitcoin (BTC) besichert sind. Der Kreditgeber Better Home & Finance will dazu gemeinsam mit der Kryptobörse Coinbase am heutigen 26. März ein neues Hypothekenprodukt vorstellen. Käufer sollen dabei ihre Krypto-Bestände als Sicherheit einsetzen können, um ein von Fannie Mae unterstütztes Darlehen zu erhalten, berichtet das WSJ. Krypto-besicherte Hypotheken gibt es bereits, doch der Einstieg von Fannie Mae dürfte dem Thema zusätzliche Reichweite geben. Die Institution arbeitet mit staatlicher Rückendeckung und untersteht der Aufsicht der Federal Housing Finance Agency. Nach Angaben zum Produkt können Kreditnehmer bei der Antragstellung Bitcoin oder USD Coin (USDC) als Sicherheit hinterlegen, um die Anzahlung abzudecken. Weil die Finanzierung als "conforming loan" strukturiert ist, gelten dieselben Standards und Schutzmechanismen wie bei klassischen Hypotheken. Wer seine Krypto-Positionen bereits bei Coinbase hält, soll den Ablauf vereinfachen können: Statt zu verkaufen, können Nutzer die Digitalwerte aus der Börse in eine Verwahrungslösung übertragen und bleiben wirtschaftlich Eigentümer. Wesentlich ist: Die tokenbesicherten Kredite sollen keine Margin Calls auslösen und bei fallenden Kursen keine Nachschussforderungen nach sich ziehen. Selbst bei einem BTC-Rückgang bleiben die Konditionen dem Bericht zufolge unverändert; Marktschwankungen allein führen nicht zu einer Liquidation. Gefährdet wäre die Sicherheit erst, wenn der Kreditnehmer mit Zahlungen 60 Tage in Verzug gerät. Am Markt reagierte Bitcoin trotz der Nachricht mit einem Rücksetzer. Auf Tagesbasis fiel der BTC-Kurs um 3,14% auf rund 69.410 US-Dollar und bewegte sich damit ähnlich wie der Gesamtmarkt, der etwa 3,07% nachgab. Die Schwäche wird vor allem mit makroökonomischem Gegenwind, institutionellen Verkäufen sowie einer risk-off-Stimmung begründet. Zusätzlicher Druck kam aus dem Derivatehandel: In den vergangenen 24 Stunden wurden Bitcoin-Positionen im Umfang von etwa 61,7 Mio. US-Dollar liquidiert, überwiegend Long-Positionen. Technisch gilt: Hält Bitcoin das Niveau über 69.400 US-Dollar, wäre eine Erholung in Richtung 71.300 US-Dollar möglich. Ein Rutsch unter 69.000 US-Dollar erhöht dagegen das Risiko einer Bewegung in Richtung 67.800 US-Dollar. Auf längere Sicht bleiben Analysten für "digitales Gold" dennoch überwiegend optimistisch. Titelbild: Shutterstock