Bitcoin-Anleger sitzen auf 59,87 Mrd. US-Dollar Buchverlusten – Verkaufsdruck bei Privatanlegern hält an
ChainCatcher zufolge wurde Bitcoin am Donnerstag bei 66.450 US-Dollar gehandelt. Rund 44% des umlaufenden Angebots lagen damit im Minus; die nicht realisierten Verluste summieren sich auf etwa 59,87 Mrd. US-Dollar (rund 8,8 Mio. BTC). Das belastet die Marktstimmung, zumal die Daten weiterhin auf eine schwache Nachfrage hindeuten.
Glassnode sieht bei diesem Angebotsüberhang Parallelen zum zweiten Quartal 2022: Damals mussten etwa 3 Mio. BTC umverteilt werden, bevor sich der Markt erholen konnte. Langfristige Halter (LTH) beginnen laut Analyse inzwischen unterhalb ihrer Einstandskurse zu verkaufen; die realisierten Verluste der LTH belaufen sich auf 200 Mio. US-Dollar – ein positives Signal im Sinne einer "Selloff-Capitulation".
Zusätzlichen Druck signalisiert, dass der aktuelle BTC-Kurs unter den durchschnittlichen Anschaffungskosten von 83.408 US-Dollar für Halter von US-Spot-Bitcoin-ETFs liegt. Die sinkende Risikobereitschaft spiegelt sich zudem in Abflüssen aus Anlageprodukten wider: In der Woche bis zum 27. März lagen die Nettoabflüsse bei mehr als 194 Mio. US-Dollar.
Der Indikator von Capriole Investment beziffert die "scheinbare" Bitcoin-Nachfrage auf 1.623 BTC. CryptoQuant bestätigt, dass weiterhin vor allem Privatanleger verkaufen und der Markt sich in einer länger anhaltenden Distributionsphase befindet. Der Coinbase-Premium-Index bleibt negativ, was darauf hindeutet, dass US-Investoren bislang nicht in großer Zahl eingestiegen sind – im Einklang mit der rückläufigen Onchain-Nachfrage.