Größte Bank Italiens baut XRP-Engagement im 1. Quartal 2026 über Trust um 18 Mio. US-Dollar aus

Wie CoinMarketCap berichtet, hat die italienische Großbank Intesa Sanpaolo ihre Allokation in digitale Vermögenswerte im ersten Quartal 2026 weiter erhöht und neue XRP-bezogene Positionen im Umfang von rund 18 Mio. US-Dollar aufgebaut. Das Engagement erfolgt über den Grayscale XRP Trust und nicht durch den direkten Kauf von XRP. Parallel dazu stockte die Bank ihre Bitcoin-Bestände auf, nahm erstmals eine Position in Ethereum in das Portfolio auf und reduzierte Investitionen in Solana-nahe Produkte. Insgesamt stiegen die digitalen Vermögenswerte der Bank im Quartal laut Bericht auf etwa 235 Mio. US-Dollar. Der Aufbau über Trust-Strukturen gilt bei großen Finanzinstituten als näher an etablierten Anlageprozessen und lässt sich typischerweise leichter in bestehende Risiko-, Verwahr- und Compliance-Abläufe integrieren als die direkte Token-Verwahrung. Die Anpassungen deuten laut Bericht auf eine Strategie hin, den Mix an Krypto-Engagements laufend zu justieren, statt auf einzelne Assets zu setzen. Auf der Abbau-Seite soll Intesa Sanpaolo ihre Solana-bezogenen Positionen, die über den Bitwise Solana Staking ETF gehalten wurden, verringert haben. Der Beitrag beschreibt dies als Umschichtung innerhalb des Quartals, wie sie bei institutionellen Investoren zur Rebalancierung über verschiedene Krypto-Produkte hinweg üblich ist. Trust- und ETF-ähnliche Vehikel bleiben demnach zentrale Zugangswege traditioneller Finanzhäuser zum Kryptomarkt. Zusätzlich zur Portfolioseite setzt Intesa Sanpaolo laut Bericht Ripple Custody ein, den institutionellen Verwahrdienst, der früher unter dem Namen Metaco bekannt war. Solche Plattformen dienen vor allem der sicheren Verwahrung, der Steuerung von Zugriffsrechten, der Freigabe von Transaktionen und der operativen Protokollierung. Für Banken mit Plänen im Bereich tokenisierter Finanzprodukte können Custody-Systeme neben Krypto-Assets auch On-Chain-Instrumente wie digitale Wertpapiere und tokenisierte Fonds unterstützen. Sollten die Angaben zutreffen, treibt Intesa Sanpaolo sowohl den Ausbau XRP-bezogener Produkte im Anlageportfolio als auch die Weiterentwicklung der eigenen Digital-Asset-Infrastruktur voran. Die Bank ist in den Bereichen Retail Banking, Corporate Finance, Investment Banking, Wealth Management und Private Banking aktiv. Mit steigender Nachfrage nach regulierten Krypto-Produkten und tokenisierten Finanzinstrumenten könnte die Infrastruktur auch für zusätzliche Angebote für institutionelle und vermögende Kunden genutzt werden.