KelpDAO-Exploit verschiebt 116.500 rsETH und löst ETH-Kredite über 200 Mio. US-Dollar auf Aave aus

Ein Exploit bei KelpDAO hat 116.500 rsETH bewegt und damit ETH-Kreditaufnahmen von über 200 Mio. US-Dollar auf Aave ermöglicht. In der Folge ging die Liquidität zurück, weil Nutzer Gelder abzogen und auf Aave die Supply-Caps bei Stablecoins erreicht wurden. KelpDAO prüft nun Sanierungsoptionen, die Verluste entweder auf alle Ethereum-Halter verteilen oder Layer-2-Nutzer stärker belasten könnten. Im Zentrum steht ein Angriff auf die rsETH-Bridge von KelpDAO, der die Liquidität in DeFi-Kreditmärkten unter Druck setzt. Aktivität auf Aave und Compound rückt dabei die Liquiditätslage und mögliche Risiken in den Fokus. Nach Daten von Arkham soll ein Angreifer, der als Lazarus Group identifiziert wird, einen großen Teil von rsETH abgezogen und erneut eingesetzt haben. Das trieb Abhebungen an und störte den regulären Marktbetrieb. Der Angriff erfolgte über den LayerZero-Verification-Flow: Onchain-Daten zufolge entnahm der Angreifer 116.500 rsETH aus dem Bridge-Adapter von KelpDAO, indem er eine gefälschte Nachricht an LayerZero-Verifier übermittelte. Dadurch gab der Bridge-Contract rsETH auf Ethereum frei, ohne dass eine gültige Übertragung gegenüberstand. Die Token wurden dabei nicht neu geprägt, sondern stammten aus bestehenden Crosschain-Reserven, die über Netzwerke wie Arbitrum, Mantle und Base verteilt waren. Der Exploit verlagerte diese zuvor gebridgte Liquidität zurück auf Ethereum und konzentrierte das Angebot in einer Umgebung. Nach dem Zugriff auf die rsETH hinterlegte der Angreifer die Token bei Aave und lieh sich ETH im Wert von mehr als 200 Mio. US-Dollar. Das belastete die verfügbare Liquidität zusätzlich und fiel mit steigenden Nutzerabhebungen zusammen. In den Stablecoin-Märkten auf Aave wurden die Angebotsobergrenzen erreicht, wodurch für USDC- und USDT-Transaktionen nur noch begrenzt Kapazität verfügbar war. Gleichzeitig blieb die Konzentration von rsETH in Lending-Protokollen hoch. Daten zufolge liegen rund 87,9% des Gesamtangebots bei Aave und Compound, wobei Ethereum den Großteil des Aave-Anteils stellt. Mit der zunehmenden Liquiditätsknappheit rutschte rsETH zudem unter den erwarteten Wert und wurde bei etwa 82% seines ursprünglichen Peg gehandelt. KelpDAO arbeitet an einem Plan zur Behebung des Ungleichgewichts. Als Option gilt eine Verlustverteilung auf alle Halter, was den Wert von rsETH über alle Netzwerke hinweg senken würde. Alternativ könnte eine vollständige Deckung für Ethereum-basierte Bestände priorisiert werden, während Layer-2-Nutzer eine geringere Erholung erhalten. Verwandt: DeFi-Exploits übersteigen 2026 775 Mio. US-Dollar, KelpDAO und Drift führen die Verlustliste an Haftungsausschluss: Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich Informations- und Bildungszwecken. Sie stellen keine Finanzberatung oder Beratung irgendeiner Art dar. Coin Edition übernimmt keine Verantwortung für Verluste, die aus der Nutzung der genannten Inhalte, Produkte oder Dienstleistungen entstehen. Leser sollten vor Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Unternehmen besondere Vorsicht walten lassen.