MicroStrategy überholt BlackRock als größter Bitcoin-Halter – Galaxy Research sieht ein Vorbeiziehen an Satoshi bis 2026
MicroStrategy Inc. (MSTR) hält inzwischen 815.061 Bitcoin (BTC) und ist damit am iShares Bitcoin Trust (IBIT) von BlackRock vorbeigezogen. Der IBIT kommt aktuell auf rund 806.178 BTC.
Den Sprung nach vorn verdankt MicroStrategy einem weiteren Zukauf: Zwischen dem 14. und 20. April erwarb das Unternehmen 34.164 BTC für etwa 2,54 Mrd. US-Dollar.
Alex Thorn, Head of Firmwide Research bei Galaxy Digital, machte diese Woche auf den Führungswechsel aufmerksam und verwies auf eine Entwicklung, die Strategys Bestand in Richtung der auf rund 1,096 Mio. BTC geschätzten Bestände von Satoshi Nakamoto rückt. In einem Beitrag schrieb Thorn, dass Strategy als einzelnes Unternehmen inzwischen mehr BTC halte als IBIT, der weltweit größte Bitcoin-Fonds, und Satoshi voraussichtlich innerhalb der nächsten zwei Jahre übertreffen könnte.
Galaxy-Modelle sehen MicroStrategy bei unverändertem Tempo bereits im November 2026 an Satoshi vorbeiziehen. Finanziert werden die Käufe unter anderem über At-the-Market-Aktienplatzierungen sowie über die STRC-Vorzugsaktie, die eine annualisierte Rendite von 11,5% zahlt.
Am selben Tag setzte Executive Chairman Michael Saylor auf X die Botschaft "Winter's Over" ab. Zusammen mit einem KI-generierten Motiv, das Aufbruch und Erneuerung suggeriert, deutet der Post auf eine aus seiner Sicht bevorstehende Markterholung.
Widerspruch kam vom Gold-Befürworter Peter Schiff. Er kritisierte die Struktur von STRC und bezeichnete sie als Ponzi-System. Der zentrale Unterschied zu einem klassischen Ponzi, so Schiff, sei, dass beim typischen Modell der Promoter nicht offen sage, dass die Auszahlungen enden, sobald keine neuen Käufer mehr nachkommen. Schiff argumentierte, die STRC-Dividenden seien auf fortlaufende Kapitalaufnahmen angewiesen und nicht auf operative Erlöse.
MicroStrategy weist diese Risiken nach eigenen Angaben in SEC-Unterlagen aus. Saylor entgegnete, Bitcoin müsse nur um 2,05% pro Jahr steigen, um sämtliche Dividenden der Vorzugsaktien dauerhaft zu decken.