Börsennotierte Bitcoin-Miner verkauften im Q1 2026 über 32.000 BTC

Börsennotierte Bitcoin-Mining-Unternehmen haben im ersten Quartal 2026 mehr als 32.000 BTC verkauft. Nach von Miner Weekly ausgewerteten Daten dürfte es sich um die größte quartalsweise Liquidation handeln, die bislang erfasst wurde. Das Verkaufsvolumen liegt bereits über den Nettoverkäufen des gesamten Jahres 2025, obwohl die Quartalsberichte einiger Unternehmen noch ausstehen. Zu den Verkäufern zählen MARA, CleanSpark, Riot Platforms, Cango, Core Scientific und Bitdeer. Die Gruppe hat ihre Bestände zum Jahresauftakt deutlich reduziert, da sich die Bedingungen im Mining weiter verschärft haben. Vergleichbar ist der Umfang nur mit früheren Stressphasen der Branche: Er übertrifft die rund 20.000 BTC, die öffentliche Miner im zweiten Quartal 2022 veräußerten, als der Sektor nach den Marktverwerfungen rund um den TerraLuna-Kollaps unter Druck geriet. Die aktuellen Zahlen stehen im Gegensatz zur vorherigen Aufbauphase. Im Jahr 2024 erhöhten Miner ihre Reserven bis Jahresende um etwa 17.593 BTC und hoben die gemeinsamen Bestände über die Marke von 100.000 BTC. Der Schwenk hin zu Verkäufen fällt in eine Phase anhaltend schwacher Profitabilität. Der Hashprice, ein Maß für den Mining-Umsatz pro Recheneinheit, liegt nahe historischer Tiefstände im Bereich niedriger 30 US-Dollar je Petahash pro Sekunde. Das drückt die Margen besonders bei älterer Hardware oder hohen Stromkosten und erschwert das Halten der neu geschürften Bitcoin. Belastet wird die Ertragslage zudem durch strukturelle Veränderungen im Netzwerk: Nach Chinas Mining-Verbot 2021 stieg die globale Hashrate deutlich, während sich die Kapazitäten weltweit rasch ausweiteten. 2024 sank gleichzeitig die Blockbelohnung, und die Netzwerkschwierigkeit liegt inzwischen bei etwa dem Zehnfachen des Niveaus von 2021. Das hat den Wettbewerb unter Minern verschärft. Obwohl der Bitcoin-Preis im Vergleich zu früheren Zyklen hoch bleibt und selbst nach dem Rücksetzer von jüngsten Spitzen über 120.000 US-Dollar, hat die gestiegene Difficulty einen großen Teil des Umsatzvorteils aufgezehrt. In der Folge haben sich die Mining-Ökonomien spürbar verschlechtert, was mehrere Betreiber zur Liquidation von Reserven veranlasste. Branchenweit ist das Bild uneinheitlich, da der finanzielle Druck je nach Flotteneffizienz, Energieverträgen und Kapitalzugang unterschiedlich ausfällt. Neben den Bilanzthemen wird auch ein Wandel in der Außendarstellung diskutiert. Paul Sztorc, CEO von LayerTwo Labs, erklärte, Bitcoin-Mining sei "am Sterben", und verwies auf Signale aus der Branche: "MinerMag" sei in "Energy Mag" umbenannt worden, und die "Mining Stage" auf der Bitcoin 2026 heiße nun "Energy Stage". Das zeige eine deutliche Verschiebung im Framing des Sektors. Zudem habe MARA, nach eigenen Angaben der weltweit größte Bitcoin-Miner, vor rund zwei Jahren direkte Bitcoin-Bezüge von seiner Website entfernt. Cormint, ein weiterer großer Miner, habe laut Sztorc außerdem die Kennzahl "Exahash" von seiner Seite gestrichen, die üblicherweise zur Messung der Mining-Größe genutzt wird. Der Beitrag "Bitcoin Mining Giants Sold More BTC in Q1 Than Entire 2025 Combined" erschien zuerst auf CryptoPotato.