Pump.fun vernichtet 36% der PUMP-Token – Tether und Canaan bauen Mining-Partnerschaft aus
Laut CoinDesk (Stand: 29. April 2026) hat der Kryptomarkt mehrere Impulse erhalten: Pump.fun meldet einen der größten Token-Burns der vergangenen Jahre, Canaan Inc. und Tether vertiefen ihre Zusammenarbeit im Mining, und Japan verschärft die Vorgaben zur Geldwäscheprävention bei Immobiliengeschäften mit Krypto-Bezug.
Pump.fun: Burn von rund 370 Mio. US-Dollar in zwei On-Chain-Transaktionen
Die auf Solana basierende Plattform Pump.fun teilte mit, dass über ihren X-Account PUMP-Token im Gegenwert von etwa 370 Mio. US-Dollar dauerhaft vernichtet wurden. Das entspricht rund 36% des umlaufenden Angebots. Die Vernichtung erfolgte über zwei Blockchain-Transaktionen und nutzte Token, die in den vergangenen neun Monaten über Rückkäufe angesammelt worden waren. In diesem Zeitraum wurden die gesamten Einnahmen eingesetzt, um PUMP am offenen Markt zu erwerben. Pump.fun will damit das Vertrauen der Tokenhalter stärken und Bedenken zur langfristigen Interessenangleichung zwischen Plattform und Community adressieren.
Neues Rückkaufmodell: 50% des Nettoerlöses für Buyback & Burn
Nach dem Burn stellt Pump.fun den Mechanismus um: Künftig sollen 50% der Nettoerlöse automatisch zum Kauf und unmittelbaren Verbrennen von PUMP verwendet werden. Die übrigen 50% fließen in das Kerngeschäft, darunter Produktentwicklung, Neueinstellungen, Marketing und der Ausbau des Ökosystems. Das Unternehmen räumte ein, dass die bisherige Praxis, sämtliche Erlöse in Rückkäufe zu lenken, die Skalierung begrenzt habe. Mitgründer Aaron Cohen bezeichnete die Anpassung als Wendepunkt und betonte, Token-Ökonomie und nachhaltiges Wachstum müssten zusammenpassen.
Canaan und Tether: Ausbau der Mining-Kooperation
Parallel dazu berichtete Canaan, von Tether Sicherheiten erhalten zu haben, was die laufende Zusammenarbeit der beiden Unternehmen stärken soll. Das in Singapur ansässige Unternehmen will hochdichte Mining-Hash-Boards liefern, die für Immersionskühlungssysteme ausgelegt sind. Der Einsatz ist in einer südamerikanischen Anlage geplant, die mit Tether verbunden ist. Der Vertrag enthält zudem eine Option auf zusätzliche Kapazitäten, sodass Tether die Leistung je nach Systemperformance ausweiten kann. Der Schritt unterstreicht den Trend zu stärker maßgeschneiderten, rechenzentrumsähnlichen Mining-Umgebungen. Canaan meldete außerdem Bitcoin-Bestände von 1.808 BTC im Wert von rund 137 Mio. US-Dollar – der höchste Reservewert des Unternehmens bis dato.
Japan verschärft AML-Vorgaben für Krypto-Immobiliengeschäfte
Japanische Behörden haben neue Leitlinien veröffentlicht, um Risiken beim Einsatz von Kryptowährungen in Immobilientransaktionen zu reduzieren. Die Vorgaben wurden von mehreren Stellen herausgegeben, darunter die Financial Services Agency sowie das Ministry of Land, Infrastructure, Transport and Tourism, und zielen auf strengere Kontrollen zur Geldwäscheprävention (AML). Als zentrale Risikofaktoren nennen die Behörden die hohe Geschwindigkeit und die grenzüberschreitende Natur von Kryptotransfers, die illegale Aktivitäten begünstigen könnten.
Immobilienmakler sollen ihre Sorgfaltspflichten und das Monitoring von Kunden deutlich ausbauen, verdächtige Transaktionen weiterhin melden und bei Bedarf mit Strafverfolgungsbehörden kooperieren. Die Leitlinien stellen zudem klar, dass der Umtausch von Kryptowährungen in Fiatgeld im Auftrag von Kunden eine Registrierung nach Japans Payment Services Act erfordern kann. Auch Krypto-Börsen geraten stärker in den Fokus: Regulatoren verlangen eine konsequentere Überwachung ungewöhnlicher Aktivitäten, insbesondere großer Transaktionen, die nicht zum Finanzprofil von Nutzern passen. Zusätzlich müssen Krypto-Zuflüsse von mehr als 30 Mio. JPY gemäß Devisenkontrollvorschriften gemeldet werden. Die Maßnahmen wurden auch Branchenorganisationen wie der Japan Cryptocurrency Business Association übermittelt, um Immobiliengeschäfte mit Krypto-Bezug stärker an etablierte AML-Standards anzunähern.