Russische Kryptobörse Grinex stellt nach Hackerangriff Betrieb ein – Schlag gegen Netzwerk zur Umgehung von Sanktionen
Die russische Kryptobörse Grinex hat am vergangenen Mittwoch ihre Geschäftstätigkeit eingestellt. Als Grund nannte das Unternehmen einen Cyberangriff, bei dem mehr als 1 Mrd. Rubel entwendet worden seien – umgerechnet rund 13 Mio. US-Dollar.
Wie ChainThink unter Berufung auf DL News berichtet, spielte Grinex eine zentrale Rolle bei der Abwicklung des sanktionierten Stablecoins A7A5: Im Jahr 2025 soll die Börse Transaktionen im Umfang von fast 100 Mrd. US-Dollar verarbeitet haben. Mit der Schließung dürfte es für russische Unternehmen deutlich schwieriger werden, Rubel in international nutzbare Währungen umzutauschen. Beobachter erwarten zudem erhebliche Störungen in dem Schattenfinanzsystem, das zur Umgehung von Sanktionen genutzt wird.
Grinex gilt als Nachfolger von Garantex, einer zuvor sanktionierten und stillgelegten Plattform. Die USA, Europa und das Vereinigte Königreich belegten Grinex im August 2025 gemeinsam mit Old Vector, dem Emittenten von A7A5, mit Sanktionen.