Singapore Gulf Bank startet Umtauschservice zwischen USD und USDC
Singapore Gulf Bank (SGB) erweitert ihr Krypto-Angebot und ermöglicht institutionellen Kunden sowie Unternehmen und vermögenden Privatkunden die direkte Konvertierung zwischen US-Dollar (USD) und USD Coin (USDC) über das Bankkonto. Ziel ist es, grenzüberschreitende Zahlungen zu beschleunigen und effizienter zu machen, indem Transaktionen in Echtzeit und fortlaufend abgewickelt werden.
Kern des Angebots ist ein Minting- und Redemption-Service, der den Umweg über klassische Korrespondenzbanken vermeiden soll. Diese Strukturen gelten als Bremsfaktor bei internationalen Überweisungen. Mit der neuen Lösung sollen Zahlungen schneller und reibungsloser über Landesgrenzen hinweg fließen.
Für Transaktionen auf der Solana-Blockchain will SGB vorübergehend Gas Fees und Bankgebühren erlassen. Zusätzlich plant die Bank volumenabhängige Anreize während der Einführungsphase, um die Nutzung zum Start attraktiver zu machen.
Technisch läuft der Service über die proprietäre Clearing-Infrastruktur "SGB Net". Das System ist darauf ausgelegt, traditionelle Bankrails mit Blockchain-Netzwerken zu verbinden und damit die Lücke zwischen Fiatgeld und digitalen Vermögenswerten zu schließen. SGB betont, dass die Abwicklung in einem regulierten Bankumfeld erfolgt und institutionelle Kunden über passende Compliance- und Sicherheitsmechanismen Zugang zu den Assets erhalten.
Zum Start ist die Nutzung für USDC-Transaktionen ab 100.000 US-Dollar vorgesehen. SGB kündigte zudem an, künftig weitere Stablecoins integrieren zu wollen, darunter USDT, USDe und USDG.
Der Schritt fällt in eine Phase, in der Banken und Aufseher weltweit konkrete Einsatzfelder für Stablecoins und blockchainbasierte Settlement-Mechanismen prüfen. JPMorgan Chase betreibt ein blockchainbasiertes Zahlungsnetzwerk und hat mit "JPM Coin" ein Instrument für die unmittelbare Abwicklung und das Liquiditätsmanagement institutioneller Kunden etabliert. In Europa ist BNP Paribas an Projekten beteiligt, die tokenisierte Einlagen und euroähnliche digitale Abwicklungssysteme testen.
Zudem gründeten im vergangenen Jahr 10 europäische Banken, darunter ING, UniCredit und BNP Paribas, im Rahmen einer Stablecoin-Initiative ein gemeinsames Unternehmen. In der zweiten Jahreshälfte 2026 soll ein eurobesicherter Stablecoin starten. Der französische Finanzminister Roland Lescure sagte: "That is what we need, and that is what we want. I also strongly encourage banks to further explore the launch of tokenized deposits."