Strategy verkauft erstmals seit 2022 Bitcoin – Druck auf Anlegergruppen wächst

Laut einem Bloomberg-Bericht stehen bei Michael Saylors Strategy gleich mehrere Investorengruppen unter Druck: Bitcoin-Investoren, gehebelte Aktienhändler sowie Inhaber von Vorzugsaktien. In dieser Woche veräußerte Strategy 32 Bitcoin – der erste Verkauf seit Ende 2022 – und rückte damit von dem Versprechen ab, die Bestände "niemals" zu verkaufen. Der Bitcoin-Kurs fiel auf ein Viermonatstief. Gleichzeitig liegt die Strategy-Aktie rund 70% unter dem Hoch vom vergangenen Jahr. Die STRC-Vorzugsaktien rutschten zudem unter ihren Nennwert von 100 US-Dollar. STRC bietet eine annualisierte Dividendenrendite von 11,5%. Sollte sich das Marktumfeld weiter eintrüben, dürfte der Druck zur Dividendenzahlung zunehmen. Analysten warnen: Eine Anhebung des Dividendsatzes würde eine Zusatzbelastung von 1,7 Mrd. US-Dollar bedeuten, ein Festhalten am aktuellen Satz könnte weitere Kursrückgänge nach sich ziehen. Am Montag will Strategy darüber abstimmen, Dividenden künftig zweimonatlich auszuschütten, um den Kurs zu stabilisieren. Der Chief Investment Officer von Arca erklärte, ohne eine Erholung von Bitcoin, bevor der Liquiditätspuffer aufgebraucht ist, werde es nahezu unmöglich, alle Anspruchsgruppen zu schützen. StoneX sieht in dem Verkauf hingegen ein Signal, dass Strategy seine Verpflichtungen erfüllen kann, ohne die Bitcoin-Bestände wesentlich zu reduzieren.