Tether friert auf Tron 344 Mio. USDT in Abstimmung mit US-Behörden ein
Tether hat am Donnerstag nach eigenen Angaben USDT im Wert von 344 Mio. US-Dollar auf der Tron-Blockchain eingefroren. Betroffen sind zwei Wallet-Adressen, zu denen US-Behörden Hinweise auf Aktivitäten mit Bezug zu "rechtswidrigem Verhalten" übermittelt hätten.
Der Stablecoin-Emittent teilte mit, die Maßnahme sei in Abstimmung mit dem Office of Foreign Assets Control (OFAC) und US-Strafverfolgungsbehörden umgesetzt worden. Nach Identifizierung der Adressen sei die weitere Bewegung der Mittel unterbunden worden. Zu den konkreten Vorwürfen machte Tether keine Angaben.
Mit dem aktuellen Schritt steigt das kumulierte Volumen der in Zusammenarbeit mit US-Behörden eingefrorenen Vermögenswerte laut Tether auf mehr als 2,1 Mrd. US-Dollar. Weltweit liege die Summe der eingefrorenen Assets bei über 4,4 Mrd. US-Dollar.
Tether erklärte zudem, inzwischen mit mehr als 340 Strafverfolgungsbehörden in 65 Ländern zusammenzuarbeiten und weltweit über 2.300 Fälle unterstützt zu haben, darunter mehr als 1.200 mit Bezug zu US-Behörden. "USD₮ ist kein sicherer Hafen für illegale Aktivitäten", sagte CEO Paolo Ardoino. Bei belastbaren Verbindungen zu sanktionierten Akteuren oder kriminellen Netzwerken handle man "sofort und entschlossen". Tether kombiniere Transparenz der Blockchain mit Echtzeit-Monitoring und direkter Koordination mit Ermittlern, um "Gelder zu stoppen, bevor sie bewegt werden können".
Die aktuelle Sperre reiht sich in mehrere öffentlichkeitswirksame Kooperationen mit US-Stellen ein. Tether verwies darauf, dass das US-Justizministerium die Unterstützung des Unternehmens bei Beschlagnahmungen von knapp 61 Mio. US-Dollar sowie rund 225 Mio. US-Dollar im Zusammenhang mit "Pig-Butchering"-Betrug anerkannt habe, einer zunehmend verbreiteten Kategorie von Romance- und Investment-Scams.
Die Compliance-Strategie des Unternehmens hat sich seit 2022 deutlich verändert. Damals hatte Tether nach der US-Sanktionsmaßnahme gegen Tornado Cash noch abgelehnt, sanktionierte Adressen vorsorglich zu sperren. Seither ist Tether zu einem zentralen Akteur grenzüberschreitender On-Chain-Durchsetzung geworden. Im September 2024 startete das Unternehmen gemeinsam mit Tron und TRM Labs die T3 Financial Crime Unit, die bis Ende 2025 nach Angaben der Beteiligten mehr als 300 Mio. US-Dollar an illegalen Geldern eingefroren hatte.
Die Ausweitung der Durchsetzungskapazitäten fällt in eine Phase zunehmenden regulatorischen Drucks in den USA auf Stablecoin-Emittenten. Der im Juli 2025 in Kraft getretene GENIUS Act verpflichtet Emittenten von Payment-Stablecoins, On-Chain-Einfrierfunktionen vorzuhalten und Sanktions- sowie AML-Vorgaben einzuhalten; finale Umsetzungsregeln stehen noch aus.
Tether brachte Anfang dieses Monats zudem eine Self-Custody-Wallet auf den Markt. In der vergangenen Woche führte das Unternehmen außerdem einen 150-Mio.-US-Dollar-Rettungsplan für Drift Protocol an, nachdem der Solana-DEX am 1. April durch einen Exploit betroffen war.
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