Teucrium-Chef sieht XRP-Community als "Armee" und bleibt für Ripple optimistisch

Als Teucrium den ersten XRP-ETF in den USA an den Start brachte, rechneten nur wenige mit einer derart starken Resonanz. In nur 12 Wochen flossen 500 Mio. US-Dollar in den Fonds – ein außergewöhnlicher Wert für einen ETF, erst recht für ein Krypto-Derivateprodukt, das nicht einmal physische XRP hält. "Die XRP-Community ist eine Armee", sagte Sal Gilbertie, Gründer und CEO von Teucrium. "Sie sind bereit, in die Schlacht zu ziehen. Wirklich." Spot-ETFs verändern das Anlegerverhalten Seit Spot-XRP-ETFs am Markt sind, hat sich das Muster laut Gilbertie klar verschoben: Langfristig orientierte Investoren wechselten überwiegend in Spot-Produkte, parken dort ihre XRP und warten ab. Der gehebelte ETF werde dagegen vor allem von Daytradern und kurzfristigen Spekulanten genutzt. "Die Buy-and-Hold-Anleger sind – zu Recht – zu Spot-XRP-ETFs gewechselt", so Gilbertie. "Die Nutzer gehebelter Produkte sind sehr aggressiv, meist Daytrader." Ein inverser XRP-ETF liege bei Teucrium zwar in der Pipeline, Eile sehe er aktuell nicht. "Im Moment sind alle bullisch. Wir geben Investoren, was sie wollen und brauchen." Warum Gilbertie bei Ripple bullisch bleibt Auf seine XRP-These angesprochen, betonte Gilbertie vor allem einen Punkt: Fokus. Ripple verfolge seit mehr als einem Jahrzehnt konsequent das Ziel, globale Geldtransfers schneller und günstiger zu machen. Transaktionen auf dem XRP Ledger würden in 3 bis 5 Sekunden abgewickelt – im Vergleich zum T+1-System, auf dem große Teile der traditionellen Finanzwelt weiterhin basieren. "Wir brauchen sofortige Abwicklungen. Das wird in der modernen Wirtschaft gebraucht. Es wird jetzt gebraucht." Zudem verwies er auf Ripples offensive Akquisitionsstrategie und die Bemühungen um Lizenzen als Hinweise darauf, dass das Unternehmen ein integriertes Finanz-Ökosystem aufbaue – nicht nur einen Token. "Ich mag die Arbeitsethik. Und ich mag, dass sie Kurs halten." Regulatorische Klarheit als entscheidender Hebel Makroökonomisch richtet Gilbertie den Blick auf den CLARITY Act – ein Gesetzesvorhaben, das Krypto-Assets formaler definieren und die seit Jahren anhaltende regulatorische Unsicherheit verringern könnte. Zur Wahrscheinlichkeit einer Einigung äußerte er sich nüchtern: "Wenn keine Seite glücklich ist, gibt es wahrscheinlich einen Deal. Das ist das Zeichen eines wirklich guten Deals bei einem komplizierten Thema." Tags: Krypto-News, Ripple (XRP)