USA schlagen neue Regel vor: 401(k)-Pläne könnten digitale Assets wie XRP und Bitcoin aufnehmen

Ein neuer Vorschlag des US-Arbeitsministeriums (Department of Labor, DOL) könnte den Weg dafür ebnen, dass 401(k)-Altersvorsorgepläne künftig alternative Anlagen einschließlich Kryptowährungen wie XRP und Bitcoin in ihre Portfolios aufnehmen. Darauf machte die Krypto-Kommentatorin Diana aufmerksam. Ihrer Einschätzung nach könnte die Öffnung von Rentenkonten den Zugang zu Billionen US-Dollar ermöglichen und damit eine neue Kapitalquelle für digitale Vermögenswerte schaffen. Der Vorstoß ist Teil einer breiteren regulatorischen Neuausrichtung und folgt auf eine Executive Order von US-Präsident Donald Trump. Darin wurden Aufseher dazu angehalten, den Zugang zu alternativen Investments in Altersvorsorgekonten auszuweiten. Der Entwurf beschreibt zudem, wie Treuhänder von Vorsorgeplänen (Fiduciaries) alternative Anlageklassen verantwortungsvoll prüfen sollen, darunter Kryptowährungen, Private Equity und Immobilien. Damit könnten 401(k)-Pläne perspektivisch eine größere Bandbreite an Finanzinstrumenten abbilden. Arbeitsministerin Lori ChavezDeRemer erklärte, die geplante Regel entspreche den aktuellen Marktbedingungen; Anlageoptionen sollten sich gemeinsam mit dem Finanzsystem weiterentwickeln. Für Anbieter von Vorsorgeplänen würde das mehr Spielraum bei der Portfoliokonstruktion bedeuten. Das Regelsetzungsverfahren sieht eine 60-tägige öffentliche Kommentierungsphase vor. Anschließend könnte die Regel im weiteren Verlauf des Jahres 2026 finalisiert werden. Die potenzielle Wirkung ist vor allem wegen der Größe des 401(k)-Systems erheblich: In den USA liegen in Rentenkonten Vermögenswerte in Billionenhöhe. Bereits geringe Quoten in digitale Assets könnten spürbare Zuflüsse in Kryptomärkte auslösen. Zudem würde der Vorschlag auch ein Engagement in Vermögenswerte ermöglichen, die nicht an öffentlichen Börsen gehandelt werden, etwa Private-Market-Fonds neben digitalen Token. Das könnte die Struktur langfristiger Portfolios verändern. Frühere Leitlinien hatten zur Vorsicht bei Krypto in Altersvorsorgeplänen geraten. Diese Haltung zogen die Aufseher im vergangenen Jahr zurück, was als deutlicher Kurswechsel gilt und den Boden für den aktuellen Vorschlag bereitete. Der Entwurf stößt jedoch auf Kritik: Senatorin Elizabeth Warren warnte vor Risiken im Zusammenhang mit Kryptowährungen und Private-Credit-Märkten und verwies darauf, dass höhere Exponierung in volatilen Phasen die Altersvorsorge belasten könne. Unverändert bleibt, dass Planverantwortliche vor einer Aufnahme solcher Anlagen Risiko, Liquidität und Eignung prüfen müssen. Insgesamt würde der Vorschlag den Zugang zu digitalen Assets in der Altersvorsorge erweitern und zugleich die Pflichten der Planmanager erhöhen. Der weitere Verlauf könnte die Kapitalströme in den Finanzmärkten spürbar beeinflussen.