Weißes Haus weist Spekulationen über Coinbase-Blockade des CLARITY Act zurück
Das Weiße Haus hat Spekulationen zurückgewiesen, wonach Coinbase das jüngste Abkommen zur Stablecoin-Rendite ablehne und damit das Krypto-Gesetz CLARITY Act erneut ausbremsen könnte. Patrick Witt, Executive Director des President's Council of Advisors for Digital Assets, bezeichnete die Behauptungen in einem Beitrag auf X (ehemals Twitter) als "uninformed FUD".
Witt zeigte sich überzeugt, dass die in der vergangenen Woche zwischen Senat und Weißem Haus erzielte Einigung zur Stablecoin-Rendite dem CLARITY Act wieder Auftrieb geben werde.
Auslöser der Gerüchte war ein Bericht von Punchbowl News (PBN). PBN-Reporter Brendan Pedersen schrieb, Vertreter der Börse hätten dem Senat am Montag mitgeteilt, Coinbase könne das jüngste Stablecoin-Yield-Abkommen nicht unterstützen. Pedersen stellte zugleich klar, die Zurückhaltung falle weniger scharf aus als Brian Armstrongs öffentliche Ablehnung des Gesetzes im Januar.
Während einige Befürworter von Stablecoin-Renditen an der Darstellung festhielten, drängten andere Armstrong, den Gesetzentwurf passieren zu lassen und später nachzuschärfen. Tommy Shaughnessy, Gründer des Krypto-VC Delphi Ventures, rief Armstrong ebenfalls dazu auf, seine harte Linie gegen den Yield-Kompromiss und das Krypto-Vorhaben zu überdenken.
Die jüngste Einigung begrenzt Stablecoin-Yield auf konto- bzw. transaktionsbezogene Aktivitäten statt auf die bislang verbreiteten passiven Zinsen auf Guthaben, die über Intermediäre erzielt werden. Das gilt als Erfolg für Banken. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag aus der Branche keine öffentliche Stellungnahme vor, ob der Kompromiss akzeptiert wird. Auch Brian Armstrong äußerte sich bis dahin nicht öffentlich zu einer angeblichen Ablehnung des Yield-Kompromisses.
Senatorin Cynthia Lummis betonte, das Gesetz dürfe nicht vertagt werden. Sie verwies darauf, dass das derzeit krypto-freundliche politische Umfeld die beste Gelegenheit biete, klare Regeln für den Sektor zu schaffen.
An den Märkten belasteten Details zur eingeschränkten Stablecoin-Rendite in der neuesten Entwurfsfassung des CLARITY Act die Stimmung gegenüber Circle. Die Aktie (CRCL) fiel am Dienstag um 20% von 127 US-Dollar auf 98 US-Dollar und erholte sich am Mittwoch wieder auf über 100 US-Dollar.
Zusammenfassung: Ein Krypto-Berater von US-Präsident Donald Trump wies Gerüchte zurück, Coinbase stelle sich gegen das jüngste Stablecoin-Yield-Abkommen, und sprach von "uninformed FUD". Die geplanten Einschränkungen bei Stablecoin-Renditen ließen die Circle-Aktie in dieser Woche um 20% einbrechen.