Wintermute: Institutionelle Käufe lassen nach – Kryptomarkt entkoppelt sich vom Aktienmarkt

Wintermute berichtet, dass BTC per 25. Mai bei rund 76.600 US-Dollar gehandelt wurde (Wochenminus 1,5%), ETH bei etwa 2.140 US-Dollar (Wochenminus 1,7%). Im selben Zeitraum markierte der US-Leitindex S&P 500 ein neues Allzeithoch – ein deutlicher Hinweis auf eine wachsende Divergenz zwischen Krypto- und Aktienmärkten. Bei den BTC-Spot-ETFs wurden erneut wöchentliche Abflüsse von rund 1,26 Mrd. US-Dollar verzeichnet. Damit summieren sich die Abflüsse über zwei Wochen auf mehr als 2 Mrd. US-Dollar. Wintermute sieht darin ein Zeichen, dass die zuvor stützenden institutionellen Käufe, die BTC von 70.000 auf 80.000 US-Dollar getragen hatten, klar nachgelassen haben. Das ETH/BTC-Verhältnis fiel auf ein 10-Monats-Tief und liegt 35% unter dem Hoch vom August. Makroseitig rutschte der Consumer Sentiment Index der University of Michigan auf ein historisches Tief von 44,8, während die Ein-Jahres-Inflationserwartung auf 4,8% stieg. NVIDIA steigerte den Umsatz im ersten Quartal um 85% gegenüber dem Vorjahr; der Ausblick für Q2 liegt bei 91 Mrd. US-Dollar. Die Aktie zeigte nachbörslich kaum Reaktion, was laut Wintermute darauf hindeutet, dass KI-bezogene Erwartungen bereits weitgehend eingepreist sind. Als zentrale Unterstützungszone für BTC nennt Wintermute aktuell 75.000 bis 76.000 US-Dollar. Hält dieses Niveau, könnte BTC 80.000 US-Dollar erneut testen. Ein Bruch darunter würde den Weg rasch in Richtung 70.000 bis 72.000 US-Dollar öffnen. Die kurzfristige Richtung hängt davon ab, ob institutionelles Kapital in den Markt zurückkehrt.