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Charles Schwab baut Krypto-Angebot aus: Solana, Avalanche und Chainlink kommen hinzu
Charles Schwab will sein Krypto-Angebot für Privatanleger in den kommenden Monaten ausweiten. Auf der Plattform Schwab Crypto sollen Solana (SOL), Avalanche (AVAX) und Chainlink (LINK) hinzukommen. Damit erweitert der Broker den Direkthandel mit Kryptowährungen über die bislang unterstützten Bitcoin (BTC) und Ether (ETH) hinaus.
Schwab Crypto wird seit Mai schrittweise für Retail-Kunden freigeschaltet. Der Handel mit BTC und ETH ist über die Schwab-Website, die Mobile-App und die thinkorswim-Plattform möglich. Schwab hatte angekündigt, die Auswahl digitaler Vermögenswerte über die Zeit zu vergrößern, nennt bislang aber nur die drei neuen Token. Ein genauer Zeitplan oder weitere mögliche Listings wurden nicht veröffentlicht.
Wesentliche Punkte im Überblick
- Schwab Crypto erweitert das Angebot um Solana (SOL), Avalanche (AVAX) und Chainlink (LINK) und geht damit über BTC und ETH hinaus.
- Der Rollout für Privatanleger läuft seit Mai; der Direktkauf von Bitcoin und Ether erfolgt über die bestehenden Schwab-Plattformen.
- Schwab berechnet 0,75% (75 Basispunkte) auf den Dollarwert jeder Krypto-Transaktion.
- Verfügbar ist Schwab Crypto in allen US-Bundesstaaten außer New York und Louisiana; keine Angebote in US-Territorien oder international.
- Die Krypto-Ausweitung fällt in eine Phase, in der Schwab auch neue Handelsprodukte vorbereitet, darunter prognoseähnliche Kontrakte mit Bezug zum S&P 500.
Nächster Ausbau nach BTC und ETH
Mit der Ankündigung setzt Schwab seine Strategie fort, digitale Assets stärker in den klassischen Broker-Alltag zu integrieren. Der Ansatz bleibt: Krypto-Handel soll in derselben Umgebung stattfinden, die Privatanleger auch für Aktien und andere Märkte nutzen. Mit SOL, AVAX und LINK verschiebt Schwab den Einstieg von einem reinen "Zwei-Asset"-Angebot hin zu weiteren, breit beobachteten Netzwerken und Token-Ökosystemen.
Offen bleibt, nach welchen Kriterien Schwab künftige Coins auswählt und ob nach dieser Tranche weitere Assets folgen. Für Anleger bedeutet die Erweiterung vor allem zwei Dinge: mehr handelbare Coins direkt über die Broker-Oberfläche statt über separate Börsen sowie potenziell andere Portfolio-Eigenschaften, da SOL und AVAX andere Marktdynamiken abbilden als BTC und ETH, insbesondere durch ihren Bezug zu Smart-Contract- und DeFi-/DApp-Ökosystemen.
So funktioniert Schwab Crypto – und das kostet es
Schwab Crypto ist als Direkt-Handelsangebot innerhalb der Bank- und Brokerage-Struktur von Schwab organisiert. Die Konten werden über die Charles Schwab Premier Bank bereitgestellt; die angeschlossene Broker-Einheit Charles Schwab & Co. übernimmt bestimmte operative Aufgaben im Auftrag der Bank. Die Gebühren liegen bei 75 Basispunkten bzw. 0,75% auf den Dollarwert jedes Krypto-Trades.
Zudem gelten geografische Einschränkungen: Das Angebot ist in allen US-Bundesstaaten außer New York und Louisiana verfügbar, nicht aber in US-Territorien oder außerhalb der USA. Damit bestimmt die aktuelle regulatorische und Compliance-Abdeckung von Schwab, wer die künftig erweitere Token-Auswahl tatsächlich nutzen kann.
Rollout seit Mai im Gange
Zum Start der Retail-Verfügbarkeit wurden BTC und ETH zuerst freigeschaltet. Laut früherer Berichterstattung von Cointelegraph wurde der handelbare Zugang über Website, App und thinkorswim zunächst für eine erste Kundengruppe eingeführt. Schwab beschreibt das Angebot weiterhin als wachsendes Produkt. Die Aufnahme von SOL, AVAX und LINK passt zu dieser Linie, lässt aber für Trader zentrale Fragen offen: ob weitere Token folgen und wann genau die neuen Assets live gehen.
Parallel: Schwab prüft prognoseähnliche Kontrakte zum S&P 500
Die Ausweitung im Krypto-Bereich erfolgt parallel zu weiteren Handelsinitiativen. Im Juni berichtete das Wall Street Journal, Schwab plane in Kooperation mit Cboe Global Markets prognoseähnliche Kontrakte mit Bezug zum S&P 500 anzubieten. Kunden könnten demnach darauf setzen, ob der Index über oder unter einem festgelegten Niveau schließen wird. Der Start werde innerhalb weniger Monate erwartet.
Im Unterschied zu Anbietern wie Kalshi und Polymarket, die für breiter angelegte Prognosemärkte bekannt sind, sollen Schwabs erste Kontrakte laut Bericht zunächst auf Index-Ergebnisse begrenzt bleiben. Branchenweit zeigt sich damit weniger ein Krypto-spezifischer Trend als vielmehr die Ausweitung klassischer Broker über Standard-Anlageklassen hinaus. Sollte Schwab sowohl den Multi-Asset-Krypto-Fahrplan als auch die prognoseähnlichen Kontrakte umsetzen, unterstreicht das den Aufbau neuer "Trading-Produkte" neben traditionellen Investments.
Worauf Anleger als Nächstes achten sollten
Einen konkreten Termin für die Freischaltung von SOL, AVAX und LINK hat Schwab nicht genannt. Relevant sind daher offizielle Plattform-Updates und Kundenbenachrichtigungen, sobald der Handel aktiviert wird. Darüber hinaus bleibt die zentrale Frage, ob Schwab die Krypto-Liste nach diesen drei Token weiter ausbaut und wie sich die wachsende Produktpalette – von Krypto bis zu prognoseähnlichen Kontrakten – auf die Beteiligung von US-Privatanlegern auswirkt.
Der Beitrag erschien ursprünglich unter dem Titel "Charles Schwab Adds Solana, Avalanche, and Chainlink to New Platform" bei Crypto Breaking News – einer Quelle für Krypto-News, Bitcoin-News und Blockchain-Updates.