Fetch.ai und NuNet offenbar vom selben Angreifer attackiert – Schaden knapp 2 Mio. US-Dollar

KI-Marktzusammenfassung
Ein einzelner Angreifer nutzte Fetch.ai's Swap-Contract und NuNet's Deployer-Konto aus, extrahierte ~8,7 Mio. FET (~$1,53 Mio.) und prägte ~408,5 Mio. nicht autorisierte NTX (~$0,46 Mio.), um dann einen großen Teil der Erlöse in 546 ETH zu tauschen. Die Verknüpfung über gemeinsam genutzte Empfangs-Wallets unterstreicht anhaltende Berechtigungs- und Schlüsselmanagement-Risiken in KI-bezogenen Token-Ökosystemen. Der unmittelbare Token-Ausverkauf (FET ~-10%, NTX ~-65% bis -70%) spiegelt erhöhte idiosynkratische Sicherheitsrisiken wider.
Einflussstufe
● Medium
Betroffene Assets
FET/USDT-5.73%
AI-Einblick · FET/USDTAI-Einblick
▼ Bärisch
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Laut CoinMarketCap haben die Blockchain-Sicherheitsfirmen Blockaid und PeckShield am 19. September zwei Angriffe auf KI-bezogene Krypto-Projekte dokumentiert. Betroffen waren Fetch.ai und NuNet. Zum Zeitpunkt der Vorfälle belief sich der kombinierte Wert der betroffenen Mittel auf rund 2 Mio. US-Dollar; im Anschluss gerieten die jeweiligen Token-Kurse deutlich unter Druck. Im Fall von Fetch.ai wurden FET-Token aus einem Token-Swap-Contract abgezogen. Blockaid zufolge transferierte der Angreifer zunächst rund 8,7 Mio. FET im Gegenwert von etwa 1,53 Mio. US-Dollar. Die Empfängeradresse tauchte später auch im Zusammenhang mit dem Vorfall bei NuNet auf – ein zentrales Indiz dafür, dass beide Angriffe demselben Akteur zuzuordnen sind. Blockaid veröffentlichte zudem die verwendeten Wallet-Adressen sowie eine Beispiel-Transaktion, damit andere Projekte und Börsen entsprechende Geldflüsse leichter erkennen und gegebenenfalls stoppen können. Bei NuNet kam es zu einer unautorisierten Token-Erzeugung: Über das Deployer-Konto wurden nach Angaben der Sicherheitsforscher rund 408,5 Mio. NTX ohne Berechtigung gemintet. Auf Basis des im Bericht genannten Preises entsprach dies einem Wert von etwa 463.000 US-Dollar. Auch diese Token wurden demnach an dieselbe Wallet gesendet wie die zuvor entwendeten FET, was die Verbindung zwischen beiden Fällen untermauert. Solche Muster deuten häufig auf Schwachstellen bei Berechtigungen in Smart Contracts oder beim Management von Schlüsselkonten hin. Werden Deployment-Rechte oder Upgrade-Mechanismen missbraucht, können Angreifer nicht nur vorhandene Bestände verschieben, sondern auch direkt neue Token-Angebote schaffen. Nach den Vorfällen wandelte der Angreifer einen großen Teil der Mittel zügig in 546 ETH um, was etwa 1,44 Mio. US-Dollar entspricht. Sicherheitsforscher werten dieses Vorgehen als typisch, da es die Nachverfolgung und ein mögliches Einfrieren der Gelder erschwert. Marktreaktion: NTX fiel um etwa 65% bis 70%, FET gab um rund 10% nach. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lagen von Fetch.ai und NuNet noch keine offiziellen Stellungnahmen vor. Kennzahlen: Übertragenes FET-Volumen: ca. 8,7 Mio. Unautorisiert gemintete NTX: ca. 408,5 Mio. Beim Angreifer eingegangen: 546 ETH Zusatzhinweis: Der Bericht hebt hervor, dass Sicherheitsstellen in dem Fall ein typisches Risiko bei KI- und Computing-nahen Krypto-Projekten sehen: Wird ein Deployer-Konto oder ein Token-Konversions-Contract kompromittiert, kann das kaskadierende Verluste über mehrere Projekte hinweg auslösen.