Moonwell-Exploit: 8,7 Mio. US-Dollar durch Manipulation des MAMO-Collateral-Preises abgezogen
KI-Marktzusammenfassung
Moonwell erlitt auf Base nach einer Preismanipulation des MAMO-Sicherheitenpreises einen geschätzten Verlust von 8,7 Mio. US-Dollar, was das Protokoll dazu veranlasste, die Kreditaufnahme sowie einige Supply-Caps auf 1 Wei zu senken und damit neue Kreditvergabe effektiv zu stoppen. Der Vorfall folgt auf frühere Oracle-/Preisfehlfunktionen, die zusätzliche faule Forderungen verursachten, und verstärkt die Bedenken hinsichtlich Gegenparteien- und Oracle-Risiken für DeFi-Kreditmärkte. Kurzfristige Auswirkungen umfassen geringere Liquidität, strengere Risikoparameter und eine potenzielle Ansteckung der Base-DeFi-Stimmung.
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Bei Moonwell ist es auf Base zu einem Exploit gekommen, der nach Schätzung von PeckShield rund 8,7 Mio. US-Dollar aus den Lending-Märkten abgezogen hat. Auslöser war demnach eine Manipulation der Preisstellung für das als Sicherheit hinterlegte Token MAMO.
PeckShield zufolge liegen die entwendeten Mittel in $DAI und befinden sich auf einer Ethereum-Adresse, die mit 0xD71d…C384 beginnt. Sicherheitsforscher ordnen den Vorfall einer künstlich aufgeblähten Bewertung von MAMO als Collateral zu.
Moonwell reagierte mit einer sofortigen Einschränkung neuer Kredite: In den Base Core Markets wurden die Borrowing-Caps auf 1 wei gesetzt, was die Aufnahme neuer Darlehen praktisch stoppt. Auch die Supply-Caps für MAMO sowie den Governance-Token WELL wurden auf 1 wei reduziert; andere Supply-Caps blieben laut Team unverändert. Weitere Updates wurden angekündigt.
Nach bisherigen Erkenntnissen nutzte der Angreifer das überbewertete MAMO als Sicherheit, um cbBTC, USDC, wstETH und ETH zu leihen, und konsolidierte die Erlöse anschließend auf Ethereum. Blockaid meldete in einer ersten Einschätzung den Abfluss von 50,6 cbBTC im Wert von mehr als 4 Mio. US-Dollar aus dem mCBTC-Markt; diese frühe Zahl decke nicht zwingend alle betroffenen Lending-Märkte ab.
MAMO wird in vergleichsweise dünnen Märkten gehandelt, in denen konzentrierte Käufe den Kurs stark bewegen können. In solchen Konstellationen können Oracles, die Protokollen externe Preisdaten liefern, eine kurzfristig erhöhte Notierung übernehmen. Dadurch steigt der rechnerische Beleihungswert der Sicherheit, obwohl die zugrunde liegende Liquidität nicht ausreicht, um diese Bewertung zu tragen. Erste Berichte sprechen von Preismanipulation, nicht von einem bestätigten Einbruch in die Kern-Smart-Contracts.
Die gemeldeten 8,7 Mio. US-Dollar gelten als vorläufige Verlustschätzung, nicht als finale Abrechnung. Mögliche Rückflüsse und der verbleibende Wert der Sicherheiten dürften die endgültige Deckungslücke beeinflussen.
Der Vorfall reiht sich in frühere Pricing-Probleme ein: Ein Oracle-Fehler bei wrsETH im November 2025 führte zu rund 3,7 Mio. US-Dollar Bad Debt. Eine Fehlkonfiguration beim cbETH-Pricing verursachte im Februar 2026 zusätzliche 1,78 Mio. US-Dollar.
Unabhängig davon meldeten Beobachter bei Term Finance einen Governance-Angriff vom 23. August mit geschätzten Verlusten von 8,5 Mio. US-Dollar. Term Labs schloss daraufhin die Meta Vaults für neue Einzahlungen und entzog ihnen DAO-Governance-Rollen.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag Mamo in 24 Stunden um 11,01% niedriger bei 0,00929 US-Dollar.
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