Nahost-Spannungen gefährden Asiens Raffineriepläne für August

KI-Marktzusammenfassung
Zunehmende Spannungen zwischen den USA und dem Iran sowie Drohungen der Huthi stören wichtige Rohöl-Transitrouten (Hormuz/Rotes Meer), verzögern Lieferungen aus dem Nahen Osten nach Asien und bremsen geplante Erhöhungen der Raffinerieauslastung. Da Raffinerien in den USA und Europa bereits nahezu unter Volllast laufen und Russland angesichts von Drohnenangriffen die Diesel-Exporte drosselt, hat das System nur begrenzte Möglichkeiten, das Angebot zu kompensieren. Die Raffineriemargen liegen auf oder nahe Rekordniveaus und verknappen die kurzfristige Produktverfügbarkeit.
Einflussstufe
● Hoch
Betroffene Assets
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▲ Bullisch
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BlockBeats berichtet: Reuters meldete am 25. Juli, dass die erneut eskalierenden militärischen Spannungen zwischen den USA und Iran die ohnehin fragile Erholung der globalen Raffineriekapazitäten bedrohen. Besonders stark betroffen sind Raffinerien in Asien. Asiatische Betreiber, die in diesem Quartal eigentlich die weltweite Kraftstoffproduktion hätten ankurbeln sollen, geraten durch neue Störungen im Transport über die Straße von Hormus ins Stocken. Zusätzlich droht die Huthi-Miliz im Jemen, saudische Rohölexporte über das Rote Meer zu blockieren. Nach Einschätzung des Research-Hauses Energy Aspects könnte das mehr als 3 Millionen Barrel pro Tag saudischen Rohöls, das normalerweise über die Meerenge Bab el-Mandeb nach Asien verschifft wird, zu einem deutlich längeren Umweg zwingen. Am Dienstag änderten drei saudische Öltanker, die ursprünglich nach China und Indien unterwegs waren, ihren Kurs in Richtung Suezkanal. Für asiatische Raffinerien, die ihre Rohöllieferungen für August bereits gesichert hatten, bedeutet das nun Verzögerungen bei Ankünften aus dem Nahen Osten. Gleichzeitig laufen Raffinerien in den USA und Europa nahe Volllast, zusätzliche Produktionsreserven sind kaum vorhanden. Lin Kechang, Präsident von FPCC, sagte, das Unternehmen habe geplant, die Auslastung im August auf 480.000 Barrel pro Tag (knapp 90% der Kapazität) zu erhöhen. Zwar seien die Rohöllieferungen für August gesichert, aufgrund der wieder aufflammenden Nahost-Konflikte bleibe der Zeitpunkt der Verladung und Ankunft einzelner Partien jedoch unsicher. Ein weiterer ranghoher Manager aus Chinas Raffineriesektor, der anonym bleiben wollte, rechnet ebenfalls mit Verzögerungen bei Ladungen im Juli und August, was ein Hochfahren der Produktion erschwere. Zusätzlicher Angebotsdruck kommt aus Russland: Raffinerien dort werden nach Angaben aus dem Markt wiederholt von ukrainischen Drohnen angegriffen. Das habe zu Engpässen bei Kraftstoffen im Inland geführt und Moskau dazu veranlasst, die Diesel-Exporte zu begrenzen, um steigende Binnenpreise zu dämpfen. Die Kombination dieser Faktoren treibt die globalen Raffineriemargen auf Rekordniveaus: In den USA und Europa wurden Allzeithochs erreicht, in Asien ein Zwei-Monats-Hoch. Neil Crosby, Analyst bei Sparta Commodities, warnte, die weltweite Raffineriekapazität sei nicht ausreichend, um gleichzeitig einen möglichen Ausfall der Straße von Hormus und ein russisches Exportverbot abzufedern. Um die Endnachfrage zu bremsen, müssten die Preise steigen. Bei Diesel und Kerosin liegen die Margen asiatischer Raffinerien inzwischen bei über 65 US-Dollar je Barrel, nach gut 20 US-Dollar je Barrel vor dem Krieg.