US-CPI für Mai im Rahmen der Erwartungen – Bitcoin stabil nahe 61.000 US-Dollar

CoinDesk zufolge hat die Veröffentlichung der US-Inflationsdaten für Mai an den Märkten keine klare Richtungsentscheidung ausgelöst. Während der Gesamt-CPI die Erwartungen traf, lag der Kern-CPI leicht darunter. Bitcoin blieb nach der Veröffentlichung in der Nähe von 61.000 US-Dollar, der kurzfristige Verkaufsdruck ließ nach. Nach Angaben des U.S. Bureau of Labor Statistics stieg der Verbraucherpreisindex (CPI) im Mai gegenüber dem Vorjahr um 4,2% (April: 3,8%). Gegenüber dem Vormonat legte der CPI um 0,5% zu, nach 0,6% im April. Das Monatsmomentum kühlte damit leicht ab, die Jahresrate zog weiter an. Der von den Märkten besonders beachtete Kern-CPI stieg im Monatsvergleich um 0,2% und blieb damit unter der Konsensschätzung von 0,3%. Im Jahresvergleich lag der Kern-CPI bei 2,9%, im Rahmen der Erwartungen und leicht über April (2,8%). Das Ergebnis nahm nach der Veröffentlichung etwas Druck aus der Risk-on-Stimmung. Bitcoin notierte nach den Daten bei rund 61.400 US-Dollar und damit nahezu unverändert innerhalb von 24 Stunden. Die Sorge, anhaltende Inflation könne Risikoanlagen weiter belasten, wurde durch den etwas schwächeren Kernwert gedämpft. Dass Bitcoin nicht unter 61.000 US-Dollar fiel, deutet auf fortbestehende kurzfristige Unterstützung hin. Ein spürbarer Rebound blieb aus, was auf zurückhaltendes Kapital hindeutet: Der Markt wartet auf weitere Signale zu Inflation und Zinsen, statt frühzeitig auf einen klar dovishen Kurswechsel zu setzen. Die Zinserwartungen blieben weitgehend stabil. In den cross-asset Märkten fiel die Reaktion vorsichtig aus: US-Aktienindex-Futures gaben nach, die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen stieg auf 4,5% – ein Spiegel der Anpassung an die Erwartung, dass höhere Zinsen länger bestehen bleiben könnten. WTI-Rohöl verlor 1% auf 88 US-Dollar. Die nächste Fed-Zinsentscheidung ist für den 17. Juni angesetzt. Laut CME FedWatch war eine Zinspause bereits stark eingepreist; die Wahrscheinlichkeit lag bei etwa 98% und änderte sich nach den CPI-Daten kaum. Der Bericht hebt zudem hervor, dass der Markt bei der Einpreisung der Bedingungen bis Ende 2026 vorsichtig bleibt und einen klaren Pfad für Zinssenkungen noch nicht vollständig berücksichtigt. Für Bitcoin bedeutet die Abschwächung beim Kerninflationsdruck kurzfristige Entlastung. Gleichzeitig bleibt die Gesamtinflation erhöht, und das makroökonomische Umfeld bleibt restriktiv.