KI-Infrastruktur: Investitionen verlagern sich auf Stromversorgung und Kühlung – Vertiv und Bloom Energy mit Rückenwind

KI-Marktzusammenfassung
Die Nachrichten heben eine Verlagerung der Ausgaben für KI-Infrastruktur weg von Chips hin zu Stromversorgung, Kühlung und dem Ausbau von Rechenzentren hervor, gestützt durch starke Ergebnisse und angehobene Prognosen bei Vertiv sowie einen deutlichen Umsatz-/Gewinn-Knickpunkt bei Bloom Energy. Die direkteste Krypto-nahe Ableitung betrifft IREN: Ehemalige Bitcoin-Mining-Betreiber nutzen stromintensive Standorte für KI-Hosting um, unterstrichen durch IREN's Nvidia-GPU-Cloud-Deal und eine Infrastrukturpartnerschaft im Multi-Gigawatt-Bereich.
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Analysten schätzen, dass Chips inzwischen nur noch rund 25% der gesamten Ausgaben für KI-Infrastruktur ausmachen. Etwa 75% fließen in Strommanagement, Kühllösungen und den Ausbau von Rechenzentren. Zwei Unternehmen, die genau von diesem größeren Ausgabenblock profitieren, haben mit ihren jüngsten Quartalszahlen gezeigt, warum die Wall Street genauer hinschaut: Vertiv Holdings und Bloom Energy. Vertiv, Anbieter von Strom- und Thermomanagement-Systemen für Rechenzentren, meldete für das 1. Quartal 2026 einen Umsatz von 2,65 Mrd. US-Dollar. Das entspricht einem Plus von 30% gegenüber dem Vorjahr, das organische Wachstum lag bei 23%. Der bereinigte Gewinn je Aktie sprang um 83%. Der Auftragsbestand liegt mittlerweile bei mehr als 15 Mrd. US-Dollar, zudem hob das Management die Umsatzprognose für das Gesamtjahr auf etwa 13,75 Mrd. US-Dollar an. Bei Bloom Energy fiel der Sprung noch deutlicher aus. Der Umsatz kletterte um 130% auf 751 Mio. US-Dollar. Das Unternehmen schaffte zudem den Schritt in die Gewinnzone und erwirtschaftete einen Nettogewinn von rund 71 Mio. US-Dollar. Bloom weitete außerdem die Partnerschaft mit Oracle aus: Sie umfasst nun bis zu 2,8 GW Kapazität. Zusätzlich vereinbarte Bloom eine Finanzierungsstruktur mit Brookfield über bis zu 25 Mrd. US-Dollar. Auch der Kryptosektor liefert Rückenwind für die neue Prioritätensetzung. Ehemalige Bitcoin-Mining-Standorte verfügen bereits über leistungsstarke Strominfrastruktur und etablierte Beziehungen zu Energieversorgern. Viele Betreiber richten ihr Geschäftsmodell neu aus und setzen auf KI-Rechenzentrums-Hosting. IREN, ein Unternehmen mit Wurzeln im Krypto-Mining, sicherte sich einen 3,4 Mrd. US-Dollar schweren Deal mit Nvidia für GPU-Cloud-Computing und kündigte eine Infrastrukturpartnerschaft über 5 GW an. Für Investoren verschiebt sich damit der Fokus: Entscheidend sind weniger Chip-Verkaufszahlen als vielmehr verfügbare Stromkapazität in Gigawatt sowie die Dynamik bei Auftragsbeständen. Der Auftragsbestand von Vertiv von über 15 Mrd. US-Dollar deutet auf eine hohe Nachfragevisibilität bis weit in 2027 und darüber hinaus hin. Blooms Ausweitung mit Oracle auf 2,8 GW unterstreicht, dass selbst die größten Unternehmenskunden zunehmend auf alternative Stromlösungen setzen.